Ein Abschied

Posted by on Jun 4, 2016 in Über das Leben, Über das Schreiben | 20 Comments
Ein Abschied

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Blogbeitrag schreibe. Ob er mir schaden könnte, ob man ihn mir übel nehmen würde, ob es überhaupt nötig ist. Aber immer wenn ich mir diese Frage stelle, weiß ich eigentlich, dass es Zeit ist, eine Position einzunehmen. Mich auf eine Seite zu stellen, denn es gibt Seiten, und ich möchte hier ganz klar sein. Die Verlagsbranche ändert sich – enorm und ich finde das gut. Veränderung bedeutet Entwicklung und Leben und ist damit unabwendbar. Ich will nicht zurück. Selfpublishing ist eine riesige Befreiungsmöglichkeit und eine kreative Herausforderung für Autoren. Und – es zeigt, was die Leser hauptsächlich lesen wollen.

Selfpublishing & Freiheit

Ich habe damals meine Agentur verlassen, weil ich den Eindruck hatte, dass die Bedürfnisse der Leser noch nicht bei den Verlagen angekommen sind. Weil Verlagslektoren lieber über die Buchmessen in Bologna oder London flanieren und ausländische Lizenzen von Auslands-Bestseller aufkaufen, als mit inländischen Autoren zu arbeiten. Weil Einkaufen Spaß macht, und weil man glaubt, dass man die Verkäuflichkeit gleich mit einkaufen kann. Oder zumindest kein Risiko eingeht, und die Verantwortung einfach ablegen kann. Das war doch dort schon in xy ein Bestseller, das wird sich sicher auch hier super verkaufen! Deutsche Autoren? Ach, nö.

Es ist großartig, dass Selfpublishing deutschen Autoren, die von Verlagen nicht gehört werden, endlich eine neue Freiheit gibt. Und wer endlich vom Schreiben leben will, muss nur die Gesetze des Marktes lernen, sich am besten mehrere wohlklingende Pseudonyme zulegen, und dann das schreiben, was die meisten Leser da draußen wollen. Was das – hauptsächlich – ist, ist ganz klar, seit eine erfolgreiche Selfpublisherin einen Heftchenroman um- und abgeschrieben hat, und damit sofort in die Top 100 der Kindle-Charts aufgestiegen ist.

Was will ich schreiben?

Ich habe mir immer eine Art künstlerisch-literarische Zusammenarbeit mit einem Verlag gewünscht. Förderung, Ermutigung, ein Risiko einzugehen, über Dinge zu schreiben, die abseits des Mainstream liegen. Ich war sehr froh, als ich diese Zusammenarbeit bei Oetinger TB endlich gefunden hatte. Ein Team, das mit mir Wagnisse eingeht, Dinge ausprobiert, mich als Autorin hörte. Das mir auch zuhörte, wenn ich erzählte, dass ich in in einem Gespräch mit den Lesern inspiriert wurde, einen Roman zu schreiben, von dem ich WUSSTE, dass er  sich vermutlich nur schwer verkaufen lässt. Aber einige großartige Leser dort draußen interessieren wird. Leser, die tiefer lesen,  sich verändern, nachdenken wollen. Die anders lesen und leben wollen. Und deren Denken, Haltung und Handeln die Welt verändern und besser machen.

Verlage & mutige Buchprojekte

Auch Verlagsmitarbeiter brauchen ein Klima des Vertrauens und der Freiheit, um solche Projekte zu fördern. Und müssen einen Verlag verlassen, wenn sich das Klima verändert und sie das, was in dem Verlag passiert, nicht mehr mitverantworten können. Nachdem 2014 einer der Gesellschafter die Verlagsgruppe Oetinger verlassen hat, ist im letzten Jahr der Leiter von Oetinger TB gegangen. Seine engste Mitarbeiterin und meine Lieblingslektorin hat den Verlag kurz darauf verlassen. Die nächste Ansprechpartnerin für mich verlässt diesen Monat den Verlag.

Mir gegenüber hat man mehrmals sehr deutlich gemacht, dass man für Lass uns fliegen die versprochene Pressearbeit nicht mehr leisten wird, da man keine großen Verkäufe erwartet. Das Buch, das ich nur schreiben konnte, weil ich einen Schutzraum hatte, steht nun im Sturm. Ich beuge mich schützend über das nicht ganz optimale Cover der Printausgabe und bin dankbar, für die tollen Rezensionen von großartigen Lesern, doch ich weiß, dass diese Buch einen Schutzraum braucht und ihn verloren hat. Stattdessen werden im Verlag Sektgläser mit Autoren getrunken, die den Markt besser bedienen und dem Verlag aus seinen finanziellen Schwierigkeiten helfen sollen.

Versteht mich richtig: Das ist okay so. Schließlich sind Verlage Unternehmen, die Bücher verkaufen. Ich weiß das ganz gut, seit ich ein eigenes Label habe und spüre, wie hart es ist, wenn man den Lesergeschmack verfehlt. Ich habe einige Bücher da draußen, die ich und sonst nur noch sehr, sehr wenige Leser lieben.

Mutige Buchprojekte

Was nicht okay ist, ist dass es viele sehr wichtige, zarte, mutige Bücher gibt, die immer weniger geschrieben werden, weil es immer weniger Verlage gibt, die sich das leisten wollen. Doch diese Bücher sind wichtig, da sie zu einem Kulturgut gehören, das wir als Deutsche, als Land der Denker und Dichter, ganz besonders verteidigen müssen.

Ich will weiter Bücher schreiben, deren Themen mir Leser leise zuflüstern, weil sie wissen, dass es nicht so einfach ist, sie in Worte zu fassen oder weil die Themen schwierig und unpopulär sind. Weil sie wissen, dass ich das kann, und die Richtige dafür bin, weil ich mit dem Schreiben wie eine Künstlerin umgehe. Ich kann gar nicht anders. Wenn ich nicht kreativ, revolutionär und neuartig mit Sprache und Themen umgehen kann, dann leide ich. Und gleichzeitig bin ich sicher, es gibt da draußen sehr viele Leser, die ganz genau das wollen.

Mut

Flying Moon, Joe Phönix, Playing, sogar Loving one more … da warten viele meiner Bücher/Serien schon lange darauf, dass ich sie schreibe oder vervollständige. Ich schiebe es auf mangelnde Zeit oder andere Projekte, aber die Wahrheit ist die: Ich will und werde sie nur fortsetzen, wenn ich mir selber gegenüber ehrlich bleibe und schreibe – was niemand erwartet. Noch nicht einmal ich selbst. Wenn ich mich auf den kreativen Prozess einlasse, das Thema erforsche, die Sprache. Und es muss mir egal sein, was dann passiert. Auch, ob die Bücher gelesen werden oder nicht. Risiko war schon immer ein Teil der künstlerischen Challenge. Art is a personal act of courage, something one human does that creates change in another.- Seth Godin

Ich liebe meine Leser, und ich könnte jeden einzeln umarmen, der mich und meine Bücher versteht. Ohne euch, hätte ich das Schreiben vermutlich schon längst aufgegeben. Ich arbeite auch sehr gerne mit großen Verlagen zusammen, denn sie haben Power und Möglichkeiten, die ich weder als Autorin, noch in unserem kleinen Label habe. Und oft haben sie auch einen tollen Ruf, denn sie haben großartigen Autoren den Weg bereitet. Aber gerade muss ich, unendlich traurig, vom meinem Verlag Abschied nehmen, da ich meinen Traum dort nicht mehr leben kann. Autoren kündigen nicht, Autoren gehen einfach.

Adieu, Oetinger.

oetinger29

20 Comments

  1. Ina Vainohullu
    4. Juni 2016

    Wow Katrin, ein sehr offener und ehrlicher und ja auch mutiger Beitrag. Denn oft erfordert es am allermeisten Mut sich selbst Dinge einzugestehen und dann zu seiner Entscheidung zu stehen.

    Du weißt das ich deine Romane und deine Arbeit unglaublich schätze,besonders deshalb weil sie kein Mainstream sind, weil sie, wie du sagst, zum Nachdenken anregen, weil du dich in deinen Romanen mit Themen auseinandersetzt vor denen andere zurückscheuen. Genau das sollst und MUSST du unbedingt beibehalten, denn das bist eindeutig Du und das macht deine Romane so besonders.

    Lirumlarum, ich bleibe dir, mit oder ohne großen Verlag treu. Natürlich. Keine Frage ;) Und ich freue mich auf alles was kommt :-*

    Fühl dich gedrückt.
    Liebe Grüße Ina

    Reply
    • Katrin
      4. Juni 2016

      Danke, Ina. Freue mich auf alles was kommt, wir rocken die Zukunft!

      Reply
  2. Tintenhain
    4. Juni 2016

    Hallo liebe Katrin,

    ein mutiger Beitrag und ein mutiger Schritt. Ina hat schon alles gesagt. Ich liebe deine Bücher und mir war schon immer egal, welcher Verlag dahinter steht.

    Liebe Grüße,
    Mona

    Reply
    • Katrin
      4. Juni 2016

      Hi Mona,

      fühle mich sehr befreit, es einfach gesagt zu haben! Und – danke.

      Reply
  3. Susanne Glahn
    5. Juni 2016

    Hallo liebe Katrin! :D

    Ich lese sehr gerne Deine Geschichten ob da jetzt ein Verlag dahinter steht oder nicht und freu mich schon auf mehr aus deiner Feder! :D <3

    Liebe Grüßle und ich Drück Dich, Susanne

    Reply
    • Katrin
      5. Juni 2016

      Liebe Susanne,

      das freut mich sehr. Ich dachte immer, ohne Verlag werde ich mir nicht leisten können, die Bücher zu schreiben, die ich schreiben möchte/muss, aber Du/ihr – Leser – erinnert mich daran, dass es nur auf euch ankommt. Danke!

      Reply
  4. Roland
    5. Juni 2016

    Hi Katrin,

    kennst du die kleine sinnige Geschichte von dem Mann der sich so glücklich wähnte, dass er vor die Tore seiner Stadt lief und laut rief: ‚Zeit steh still !‘
    Da kam ein Reiter dahergeprescht zog seinen Degen und stach dem Mann in die Brust, dass er tot umfiel. ‚Da hast du deine Zeit!‘ rief der geharnischte Reiter, ‚denn wer keine Veränderung willst, will auch nicht das Leben!‘

    Oder: Wenn sich die Dinge ändern, dann ändere ich auch meine Meinung, das ist keine Charakterlosigkeit, sondern Klugheit.

    So ist es richtig was du tust. Es kommt für den Leser nicht auf den Verlag an, der dein Werk herausgibt, sondern auf dich, die Autorin, die es schuf. Alles andere sind Marktgesetze, die allerdings auch für das self-publishing gelten. Ich hoffe, du läßt sich nicht entmutigen weiterhin mit soviel Klarheit und Herzblut zu schreiben. Ein künstlerisches Werk, ein Buch ist gut, wenn es dem Leser was bringt, er Worte und Zusammenhänge darin aus seinem Leben oder Erfahrungen erkennt, die er (der Leser) so zwar schon erahnt, sie selber aber nicht in Worte fassen konnte.

    Leider wird heute der Erfolg (auch von angehenden Autoren/Innen) am Markterfolg gemessen. Das ist ein Leidensweg, bei den etwa mehr als Hundertausend Neuerscheinungen im Jahr, da ist die Aussicht auf Geschäftserfolg ziemlich mäßig. Das ist eben eine Zeiterscheinung der Globalisierung. Früher war ein Künstler, egal ob in Literatur, Malerei, Musik mehr ein Bohemien, der das Leiden an den kargen Lebensumständen seiner Kunst opferte. Seine Werke waren ihm ein inneres Bedürfnis. So sollte ein Schriftsteller auch heute schreiben: Aus innerem Drang heraus, egal ob daraus früher oder später, oder auch garkein geschäftlicher Erfolg entsteht. Das Werk steht für sich und wird so manchen ‚tiefer empfindenden‘ Leser finden.

    Du schreibst klar, offen und luftig. Ich wünsche dir weiterhin Erfolg und viele Leser.

    Roland

    Reply
    • Katrin
      5. Juni 2016

      Hi Roland,
      es tut mir unendlich gut, dass sich jetzt viele – stille – Stimmen melden, weil was wichtig ist, oft nicht laut ist. Aber manchmal muss man sich und anderen trotzdem Gehör verschaffen.
      Ich dachte lange: „Hey, ich kann mich echt gut an den Markt anpassen, ich komme mit den Verlagen klar, ich kann schreiben, und sogar schreiben was die wollen (okay, sicher nicht alles), ich komme mit den Lektoren klar, ich bin echt unkompliziert, und wenn ich angepasst bin, dann mögen mich auch die Leser Das Problem ist nur: Das scheint nicht meine Lebensaufgabe zu sein. Ich finde toll, dass viele Autoren – als Selfpublisher – den Verlagen die Stirn bieten und finanziell unabhängig sind. Wenn sie das mit den Inhalten schaffen, zu denen sie stehen können – super! Aber ich muss – als Autorin und Künstlerin – den Mund aufmachen, sagen und schreiben, was ich denke. In Blogbeiträgen, in meinen Büchern. Auch wenn es mal unbequem/ungewöhnlich/anders ist. Danke, für die Ermutigung!

      Reply
  5. Sabrina (neujahrsgirl)
    5. Juni 2016

    Ein mutiger Schritt und ich find ihn sehr gut.. Nur ist egal wo du es wchreibst.. Ich werde es immer lesen. Es gibt kein Buch was ich nicht habe. Und ja sie sind alle sehr verschieden. Nicht Mainstream aber das liebe ich an deinen Büchern. Ich hoffe so sehr endlich neu von moon und lasse zu hören. Oder loving one more.
    Du bewusst das ich auch sehr gerne noch mehr von den 4 aus junimond lesen würde.

    Deine Bücher haben Charakter und ich freu mich schon sehr auf „lass uns fliegen“ es liegt bereit Zuhause.

    Danke für all die tollen Geschichten und auf viele weitere mehr!

    Reply
    • Katrin
      5. Juni 2016

      Hi Sabrina,
      quirlligster Fan ever! Danke, für deinen spontanen Zuspruch :)

      Reply
    • Sabrina
      5. Juni 2016

      Achje, was hab ich den da geschrieben xD Ich sollte nicht nach einen Jungesellenabschied Kommentare per Handy verfassen LOL. Aber schön das du mein Wirrwar dennoch verstanden hast :D

      Fan der Ersten Stunde :D

      Reply
  6. SophiesLittleBookCorner
    5. Juni 2016

    Liebe Katrin,
    ein ganz ganz wundervoller und wichtiger Post.
    Und natürlich ein mutiger Schritt.
    Ich liebe deine Bücher, no matter what und ich werde sie immer lesen.
    ich finde es eben besonders gut, wenn „ernstere“ Themen angesprochen werden und bin jedes Mal enttäuscht, wenn ihc die Mainstream Vorschauen sehe, auch wenn ich es natürlich nachvollziehne kann.

    So, jetzt fühle mich nur noch schlechter, dass ich „Lass uns fliegen“ noch nicht für die LEserunde angefangen habe. Bei mir geht es gerade drunter und drüber, aber ich freue mich riesig darauf und hoffe ich kann bald anfangen. :)

    Alles Liebe
    Sophie

    Reply
    • Katrin
      6. Juni 2016

      Hi Sophie,

      danke für deinen lieben Kommentar! Gerade habe ich einen Anruf bekommen, man lädt mich ein, auf einem Panel zur Digitalisierung zu sprechen. Wohl auch wegen diesem Beitrag. Yeah! Wir sollten ALLE miteinander darüber reden, was gerade in der Buchbranche passiert und was jeder sich wünscht.
      Zu Lass uns fliegen – Lesen sollte – MUSS – Spaß machen. Also ganz entspannt, trotz Leserunde.
      Und dann, ja, ernstere Themen, wobei ich finde, sie müssen nicht notwendigerweise bedrückend sein. Das kennt ja jeder, dass man lacht, wenn es am meisten wehtut.
      Auf der anderen Seite befremdet mich schon, wenn auf einmal überall Krebskranke in der Jugendliteratur auftauchen und alles so geschmäcklereisch aufgemacht wird, als ob so eine Krankheit nur ein cooler Roadtrip ist. Das ist also eine Aufgabe an uns Autoren, die Themen aufrichtig zu behandeln. Uneitel. Ohne auf dieser Betroffenheitsschiene zu reisen. Aber am Ende sind es eben auch die Leser, die mitentscheiden, und da wünsch ich mir ganz einfach mehr Leser wie Dich, die Dinge abseits des Mainstreams suchen und sich Gedanken machen und – ja, auch ganz spontan zu ihrer Meinung stehen und auf einen Beitrag wie diesen antworten. Danke!!

      Reply
      • Roland
        6. Juni 2016

        Hi Katrin,

        deine Antwort auf ‚Sophie‘ ist das Beste was ich bisher von einer Autorin hier gelesen habe! Es geht um die Leser – das scheint mir bei den oft in den Foren bekakelten Autorenproblemen so ziemlich in den Hintergrund geraten zu sein. Schließlich entscheiden die Leser als Käufer den angestrebten Geschäftserfolg. Also was wollen die Leser eigentlich? Klar, die Masse folgt dem Mainstream, will immer aufs Neue nur unterhalten werden. Wenn die Autoren/Innen dem folgen, diese Käuferschaft bedienen wollen, dann werden sie sich nicht viel vom abendlichen TV-Programm unterscheiden. Bequemlichkeitshalber wird das dann eher ‚konsumiert und die Bücher bleiben auf der Strecke….also unergiebig für einen pekuniären Erfolg. Diese Leserschaft kauft sich nur Bücher, die in der Bestsellerlisten ganz oben auftauschen. Was hat das dann noch mit der Kunst, mit Literatur zu tun? Das ist reines Marketing, Auswüchse des globalisierten Kapitalismus. Schriftsteller sollten das doch als erstes merken, mit ihren Sensoren und sich nicht in die diese Falle begeben.

        Darum hat mir dein Beitrag ‚Ein Abschied‘ ja gefallen, wie auch hier oben deine Aussage, dass Schriftsteller sich der ‚Themen‘ aufrichtig und uneitel annehmen sollten. Denn es gibt sie weitaus mehr wie vermutet, die Freunde guter Literatur, die darauf brennen ein gut geschriebenes Buch -egal welches Genre- in die Hand zu bekommen.

        Schaut nicht so sehr, was sich gut verkaufen würde, sondern auf die brennenden Themen der Gegenwart.

        Liebe Grüße vom Leser

        Reply
        • Katrin
          6. Juni 2016

          Na, dann sollte ich ab jetzt wohl nur noch Blogbeiträge schreiben *lach*.
          Danke, für den Support und den Artikel, auf den Du mich hingewiesen hat.
          Als Jugendliche wollte ich tatsächlich Politikerin werden, was verändern, aber – nun – ist nicht unbedingt ein Klima in dem man sich als Künstlerin dann so wohlfühlt, also in der Politik. Aber es spricht ja nichts dagegen, dort, wo man gerade steht ein wenig mehr Politik zu machen, oder? ;)

          Reply
      • SophiesLittleBookCorner
        7. Juni 2016

        Hallo,
        das klingt gut. :)
        Ich wünsche dir viel Erfolg und Freude dabei. :)

        Nein, das muss es wahrlich nicht. Aber ich mag es wenn Augen geöffnet werden und zum Nachdenken angeregt wird.. Als selbst Betroffene lese ich unheimlich gerne Bücher über psychische Erkrankungen und will sie dann meist ganz schnell in die Ecke pfeffern, wenn ich merke, dass die doch wieder so stereotypisch und falsch aufgearbeitet sind.

        Und da stimme ich dir zu. Ich denke jedes Mal „Was schon wieder ein armer Mensch, der jetzt besonders „cool“ an Krebs abtreten soll?“.

        Alles Liebe

        Reply
        • Katrin
          7. Juni 2016

          Ah, Sophie!

          Du machst mir Mut für meine Challenge :)

          Reply
  7. Jacquy
    6. Juni 2016

    Hallo Katrin!
    Der Vollständigkeit halber muss ich mich hier auch mal anschließen und das gleiche sagen, was die Kommentatoren vor mir schon so schön gesagt haben: Mutiger Schritt, der aber wohl getan werden muss. Ich finde es super, dass du dir selbst treu bleiben möchtest, selbst wenn das bedeutet, dass du es „allein“ machen musst, wobei die Formulierung jetzt natürlich übertrieben ist. Aber nun mal ohne Verlag. Bisher hast du das aber super klasse gemacht und dass ich deine Bücher liebe, weißt du sicher. Da ist mir auch völlig egal, auf welche Weise sie veröffentlicht werden.
    Es freut mich außerdem, dass du eigentlich noch so viele Fortsetzungen planst. Gerade bei Flying Moon habe ich mich vor kurzem noch gefragt, ob da nicht noch mal etwas kommen sollte und ich werde mich unglaublich freuen, wenn das mal der Fall sein sollte, also drücke ich mal alle Daumen :D
    Liebe Grüße!

    Reply
    • Katrin
      7. Juni 2016

      Hi Jaquy,

      danke. Mir tut jeder Kommentar hier gut, weil er mir zeigt, dass ihr da seid.
      Ohne Verlag … sagen wir mal auf jeden Fall ohne diesen Verlag, der gerade sein Moyo verliert. Immerhin ging es dort mit Astrid Lindgren los. Wenn ich mit einem Verlag zusammenarbeite, dann sollte er ein Rückgrat haben, eine Position, eine Ausrichtung und einen Vibe. Wenn sich ein Verlag nur danach richtet, wie viele Stückzahlen er von etwas verkaufen kann, dann sollte er besser Socken oder Schreibblöcke verkaufen und richtet dann wenigstens keinen (kulturellen)Schaden an.
      Ich freue mich darauf, in meinen Serien – egal ob sie vom Filmgeschäft oder Radio oder der Kunst handeln – genau diese Themen anzusprechen: Wie stehe ich zu mir, zu meinen Werten, was will ich erreichen, zu welchem Preis. Damuen drücken – danke, auf jeden Fall eine gute Idee!

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